Kurkuma das Gold der Gewürze

Kurkuma das Gold der Gewürze ?

Im asiatischen Raum wird Kurkuma auch „Knolle des Lebens“ genannt, die goldgelbe Knolle wird zu Pulver verarbeitet und findet seinen Platz in vielen indischen Gerichten. Immer mehr findet das Pulver als Smoothie Zusatz oder in Kapseln gepresst auch bei uns Beliebtheit.

Was ist aber an den Gesundheitsversprechen wirklich dran? Hilft Kurkuma uns unsere beste Gesundheit zu erlangen oder gibt es unserem Essen nur eine schöne Farbe…

Der wichtigste gesundheitsfördernde Inhaltsstoff ist Curcumin, er wird auch in Arzneimitteln eingesetzt wo besonders auf seine entzündungshemmende Wirkung gesetzt wird. In wissenschaftlichen Studien wurde belegt das Curcumin ähnlich entzündungshemmend, wie Aspirin oder Ibuprofen wirkt. Es wird angenommen das Curcumin an die Enzyme, die Entzündungsvorgänge im Körper bedingen bindet und so verhindert das sie Schaden anrichten.

Neben seiner entzündungshemmenden Wirkung regt Curcumin die Produktion von Gallen und Magensäuren in der Leber an, wodurch Fette in der Nahrung besser verdaulich gemacht werden. Dadurch werden Blähungen und ein Völlegefühl verhindert.

Außerdem wirkt Curcumin antioxidativ, das heißt es schütz unsere Zellen vor dem Schaden, der durch eine Reaktion mit Sauerstoff hervorgerufen wird. Antioxidantien halten unsere Zellen also jung und gesund.

Im Labor zeigt Curcumin auch eine krebshemmende Wirkung und konnte sogar Krebszellen zerstören.

Wenn Kurkuma so ein Wundermittel ist, warum nehmen wir es nicht alle?

Das große Problem an Kurkuma ist die schwere und nur geringe Aufnahme über die Verdauung, da Curcumin nicht wasserlöslich ist. So können die Mengen an Curcumin die in der Forschung eingesetzt werden kaum vom Körper aufgenommen werden. Weiterhin wird der gesundheitsfördernde Stoff sehr schnell von der Leber abgebaut und ist dadurch nur für sehr kurze Zeit in unserem Blut zu finden. Das alles mindert seine Wirkung.

Wie erreiche ich es das Kurkuma mir trotzdem bei meiner Gesundheit hilft?

Um dem schnellen Abbau vorzubeugen, sollte man mehrmals am Tag kleine Dosen zu sich nehmen, so wird der Curcumin Spiegel im Blut länger und konstant aufrechterhalten. Wissenschaftler raten zu insgesamt 3 Gramm über den Tag verteilt. Um die Aufnahme von Curcumin über die Verdauung zu verbessern kann man zum Glück einiges unternehmen. Zum Beispiel kann man die Aufnahme bis auf das 20-Fache steigern, wenn man zum Kurkuma etwas schwarzen Pfeffer gibt. Der darin enthaltene Stoff Piperin hilft beim Transport der Curcumin in den Körper. Deswegen wird allgemein dazu geraten eine Currymischung zu nutzen die Neben Kurkuma und Pfeffer meistens auch noch Anis und Bockshornklee beinhaltet. Da Curcumin außerdem fettlöslich ist hilft schon ein Esslöffel Oliven oder Kokosöl, um die Aufnahme zu steigern.

Zusammen gefasst ist Kurkuma ein kleines Gewürz mit theoretisch großer Wirkung, das uns in der Medizin in Zukunft bestimmt noch häufiger begegnen wird.

 

Kurkuma Rezept: Goldene Milch

Die Goldene Milch ist morgens nicht nur ein leckeres Getränk, es hilft auch eine optimale Aufnahme von Curcumin in den Körper zu erzeugen, gibt Energie und ist in der Frauenheilkunde sehr beliebt.

  • 500ml Milch (Kuh-, Mandel- oder Hafermilch)
  • 1 TL Zimt
  • 1 TL Kurkuma
  • 1 TL Kokosöl
  • 2 Zentimeter Ingwer
  • 2 TL Honig
  • Etwas Pfeffer

Zubereitung für 2 Tassen goldene Milch

Milch in einem Topf langsam erhitzen, Ingwer in Scheiben schneiden und mit Kurkuma, Zimt und Honig in die Milch geben. Den Topf bei niedriger Temperatur so lange auf dem Herd stehen lassen, bis sich die Milch dunkelgelb färbt. Das Getränk in die Tassen geben und etwas schwarzen Pfeffer darüber streuen.

 

Quellen:

https://nccih.nih.gov/health/turmeric/ataglance.htm

https://nccih.nih.gov/health/turmeric/ataglance.htm

https://pubs.acs.org/doi/10.1021/acs.jmedchem.6b00975

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3918523/pdf/crt-46-2.pdf

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